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Am 29.11. startet der Vorverkauf für den Erbach-Michelstädter Theatersommer 2020

Tickets Theater Sommer 2020 Schloss Erbach

Gleich zwei aufsehenerregende Produktionen werden den 18. Erbach-Michelstädter Theatersommer ganz besonders werden; das Original St.-Pauli Musical „Heiße Ecke“ und im Vorfeld die Eigenproduktion „Der Gerechte“ um die Familie List aus Ernsbach, die zur Zeit des Nationalsozialismus einen jüdischen Kaufmann versteckt haben.

Eintrittskarten für beide Stücke gibt es ab dem 29.11. ausschließlich im Schlossladen des Erbacher Schlosses und online über die Webseite odenwald-theater.de.

Regisseur Alexander Kaffenberger wird die „Heiße Ecke“ in Erbach lebendig werden lassen; einen Imbiss an dem sich alltäglich der gesamte Kiez versammelt. Das Musical, verspricht eine liebevolle, frivole, charmante, sexy, ehrliche und mitreißende Liebeserklärung an das Leben.

Kiez-Urgesteine treffen auf Boxer, Spieler, Hehler, Müllmänner und Taxifahrer nach ihrer Schicht. Touristen und Musicalbesucher, feierwütige Junggesellen, Schnorrer, Straßenmusikanten kommen zusammen mit einem aus dem Ruder laufenden Mädelsabend.

An der „Heißen Ecke“ ist also immer was los; das wirklich, echte wahre Leben auf Hamburgs sündigster Meile; leichte Mädchen und schwere Jungs, Verliebte und Verlassene.

Unter der musikalischen Leitung der virtuosen Gesangstrainerin Iris Thierolf, werden Schlager zu Ohrwürmern und herzerwärmende Chansons das Freilichtpublikum rühren.

Karten für die „Heiße Ecke“ sind für folgende Termine erhältlich:

02.-05. Juli und 09.-12. Juli

Beginn ist jeweils ab 20.00 Uhr.

Das Vorprogramm zu Theatersommer wird in diesem Jahr durch die Eigenproduktion „Der Gerechte“ von Dirk Daniel Zucht bestritten; Es ist die Geschichte der einfachen Bauernfamilie List aus einem kleinen Dorf bei Erbach im Odenwald, die Bundesweit Beachtung findet. Marie und ihr Ehemann Heinrich List, haben zur Zeit des sogenannten Dritten Reichs den jüdischen Kaufmann Ferdinand Strauß auf ihrem Hof versteckt gehalten und ihm so das Überleben ermöglicht. Nachdem Strauß buchstäblich in letzter Minute fliehen konnte, wurde die Familie List angezeigt. Heinrich wurde verhaftet und verstarb nach wenigen Monaten der Haft, im KZ Dachau an den grausamen Bedingungen der Inhaftierung.

Posthum ehrte der Staat Israel Marie und Heinrich List als „Gerechte unter den Völkern“ in der Gedenkstätte Yad Vashem. Die Bundesrepublik Deutschland widmet den Beiden einen großen Teil der Dauerausstellung „Stille Helden“ im Bendlerblock des Verteidigungsministeriums in Berlin.

Die Tatsache, dass es einfache Bauern waren, die sich dem NS-Regime widersetzten, war auch für die Bürgerinnen und Bürger im Odenwald nur schwer zu akzeptieren; sprach man doch stets von der Machtlosigkeit der „einfachen Bevölkerung“ gegenüber der entmenschlichenden Doktrin der Nationalsozialisten.

Auch in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg, sah sich die Familie List als Außenseiter in der dörflichen Gemeinschaft, bis sich in den 1980er Jahren Heimatforscher der Aufarbeitung Geschichte annahmen. Flankiert durch zwei Recherchen des ZDF-Journalisten Hans-Jürgen Hauck, gelang es, den Hergang der damaligen Geschehnisse um die Familie List und den jüdischen Kaufmann Strauß beinahe lückenlos nachzuvollziehen.

Aufgrund dieser Erkenntnisse und zahlreicher Interviews, entsteht derzeit ein Bühnenwerk zu den Ereignissen der Jahre 1941 und 1942. Autor und Regisseur Dirk Daniel Zucht erarbeitet das Freilichttheaterstück „Der Gerechte“ im Auftrag des Bundes mit zahlreichen Amateuren aus dem Odenwald. Premiere im Historischen Schlosshof der Stadt Erbach, ist am 25. Juni 2020.

Eintrittskarten und weitere Informationen zum Stück gibt es im Schlossladen des Schlosses zu Erbach unter der Telefonnummer 06062 809 36 12 oder online über www.odenwald-theater.de

Im Anschluss an die Aufführungen, schließt eine Ausstellung im Landratsamt der Stadt Erbach vom 10.09. bis zum 20.11. das Projekt ab.

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